Alfsee Schule    -    Am Bahnhofsesch 9    -    49594 Alfhausen    -    Tel.: 05464/95090    -    email: info@hosalfhausen.de

Vorwort

Die Alfseeschule liegt in der Trägerschaft der Samtgemeinde Bersenbrück. Unsere Schule wird als selbstständige Hauptschule in den Jahrgängen 5 – 10 in den meisten Jahrgängen zweizügig geführt. Die Schülerschaft stammt aus den Orten Rieste und Alfhausen.

Wir betrachten es als besondere Aufgabe, ein Schulleben zu schaffen, in dem der Einzelne sich wertgeschätzt fühlt und die Erfahrung macht: „Ich kann etwas für mich und die Gemeinschaft leisten; auch ich werde mit meinen individuellen Fähigkeiten gebraucht und angenommen“.

Wir nehmen die jungen Menschen nicht nur als Lernende wahr, sondern versuchen sie in ihrer gesamten Persönlichkeit und ihrem sozialen Umfeld zu erfassen. Wir bieten Förderung und Hilfestellung an. Dabei ist die Sicherung der Qualität von Unterricht und Erziehung Voraussetzung für gute pädagogische Arbeit an unserer Schule. Darauf beruht ihre Wertschätzung in der Elternschaft und in unseren Gemeinden.

Alle am Schulleben Beteiligten tragen durch ihr persönliches Engagement zum Gelingen einer positiven Schulgemeinschaft bei. Hierfür ist auch das Vorbild und das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer von besonderer Bedeutung

Das Ziel ist, mit Hilfe unseres Schulprogramms unsere Arbeit transparent zu machen und zu optimieren.

Alfhausen und Rieste sind Gemeinden, die ländlich strukturiert und geprägt sind. In den 90er Jahren haben sich in unseren Gemeinden viele Aussiedlerfamilien niedergelassen. Die Anfangsprobleme, vor allem Sprach- und Integrationsprobleme, sind größtenteils ausgestanden. Konflikte zwischen Einheimischen und Aussiedlern sind hier und da zwar noch spürbar, beherrschen aber nicht mehr das Tagesgeschehen. Zu dieser positiven Entwicklung hat auch die pädagogische Arbeit in der Schule einen besonderen Beitrag geleistet. Viele unserer Schülerinnen und Schüler leben in noch weitgehend intakten sozialen Beziehungen. Erhöhtes Aggressionspotenzial lässt sich im schulischen Alltag eigentlich nur wenig feststellen. Damit das auch so bleibt, haben wir uns u.a. als Schwerpunkt gesetzt, innerhalb unseres schulischen Rahmens, beginnend mit dem 5. Jahrgang bis hin zum 10. Jahrgang, immer wieder verschiedene alters- und interessenbedingte Angebote und Projekte bereit zu halten, die vor allem die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, der Schülerschaft, dem Elternhaus, der heimischen Wirtschaft und der heimatlichen Umgebung ( Vereine, Verbände, Kirchen, Nachbarschulen etc.) unterstützen. So fördern wir die Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler auf mannigfachen Gebieten. Dazu gehören nicht zuletzt auch das Verständnis füreinander und das faire Umgehen miteinander.

Ein bedeutender Schwerpunkt unserer schulischen Arbeit stellt die besondere Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bezüglich ihrer Berufsvorbereitung und -findung dar. Sie sollen durch verschiedene Maßnahmen auf das Berufsleben vorbereitet werden. Durch intensive Kontakte zwischen Schule und heimischer Wirtschaft erweitern sich die Chancen einen möglichen Arbeitgeber zu finden. Unsere Hauptschüler brauchen eine auf ihre Situation zugeschnittene Förderung, ihr Selbstwertgefühl muss gesteigert und gefestigt werden. Zu oft werden sie in der Öffentlichkeit als Versager abgestempelt und Leistungsfähigkeit aberkannt.

Durch Stärkung der eigenen Persönlichkeit sollen die Kinder lernen, mit ihren Aggressionen umzugehen. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen darin, folgende Fähigkeiten zu verbessern: Selbstwahrnehmung, Steigerung des Selbstwertgefühls, Einfühlungsvermögen, Kommunikation, Standfestigkeit, kritisches Denken, Nein-Sagen, Umgang mit Stress, Übernahme von Verantwortung, Vertrauensverhältnisse aufbauen und erhalten. Wir wollen der Öffentlichkeit durch Leistungsbereitschaft in allen Bereichen zeigen, dass auch der Hauptschüler seinen Platz in unserer Gesellschaft hat und viel für Gesellschaft zu leisten imstande ist.

Das Schulprogramm hat beginnend mit dem Schuljahr 2005/06 eine Gültigkeit von drei Jahren. Nach drei Jahren werden Inhalte grundsätzlich überdacht und gegebenenfalls neu formuliert. Jeweils zum Ende eines Schuljahres erfolgt die Evaluation der in den Umsetzungsplänen festgelegten Teilschritte. Die Umsetzungspläne werden zu Beginn des jeweils neuen Schuljahres angepasst. Nach unserem Modell fahren wir mit 2 Schulstufen, eine Unterstufe in den Jahrgängen 5 – 7 und eine Oberstufe in den Jahrgängen 8 – 10.

In den Jahren 2003, 2006 und 2009 bewarb sich unsere Schule erfolgreich um das Gütesiegel „Startklar für den
Beruf.“ Die Gütesiegelaktion ist ein Weg, den erreichten Leistungsstand einer Schule zu dokumentieren, durch Experten sichten und unter einem festgelegten Gütemaßstab einschätzen zu lassen. Das Gütesiegel basiert auf drei Handlungsfeldern, die gleichsam wie Säulen die Entwicklungsarbeit der Schule tragen sollen.Persönlichkeitsstärkung, Leistungsqualifizierung und Eignungsorientierung. Die Schule muss ferner durch Dokumentationen nachweisen, welche besonderen Anstrengungen sie entwickelt hat, um ihre Schülerinnen und Schüler auf den Übergang in den Beruf vorzubereiten.


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